Wir fühlen uns betrogen
Mit Entsetzen
sehen wir die gezielte Amputation des Krankenhauses in Soltau. Wir – die Christdemokraten in Soltau – sind erschüttert darüber, wie die Chance zu einem Neuanfang vertan wurde. Zusammen mit der Kreis-CDU hatten wir im Sommer 2011 eine „vollwertige medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Walsrode und Soltau“ vereinbart – einschließlich Kinderstation und perinatalem Schwerpunkt, um in Soltau auch weiterhin Risikoschwangerschaften entbinden zu können.
Dieser Kompromiss wurde Gutachtern vorgelegt, die dann genau die Lösung entwickelten, die vom Kreistag im September 2011 beschlossen wurde und von der es nun heißt, sie sei nicht umsetzbar.
Schon länger haben wir den Eindruck, dass die Geschäftsführung und Teile der Kreispolitik von Anfang an auf ein Scheitern gesetzt haben – es nur darum ging, einen Bürgerentscheid zu vermeiden und die eigenen Pläne zu 100% durchzusetzen.
Wir fühlen uns betrogen!
Das Vorgehen hat Methode:
Gutachter werden überstimmt oder ändern ihre Meinung um 180 Grad. Ein Ärztlicher Direktor, der aus Verzweiflung und Verantwortungsgefühl auf Missstände im Klinikum hinweist, wird rausgeschmissen. Ein Aufsichtsratsmitglied, das ein vertrauliches Schreiben vertraulich behandelt, wird nach Drohungen aus den eigenen Reihen abgewählt. …
Vertrauen wird so systematisch zerstört.
Die drei Kreistagsabgeordneten der CDU Soltau haben sich deshalb dazu entschlossen, die CDU-Kreistagsfraktion zu verlassen. Parteivorstand und Ratsfraktion der Soltauer CDU unterstützen diesen Schritt. Denn uns geht es nicht um Parteipolitik als Selbstzweck, sondern um die Sache – für die Menschen im Kreis!
Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung:
Friedhelm Eggers – Mathias Ernst –
Silke Thorey-Elbers – Volker Wrigge
www.cdu-soltau.de
Das Krankenhaus-Trauerspiel
Berechtigte Fragen werden nicht beantwortet, Gutachten willkürlich ignoriert und instrumentalisiert, unbequeme Personen unter Druck gesetzt und ausgeschaltet.
Vereinbarungen wurden gebrochen, Kompromisse geschlossen, um sie nicht umzusetzen; und die politische Glaubwürdigkeit ist zusammen mit 13.000 Unterschriften geschreddert worden.
Erfolgreiche Abteilungen werden dicht gemacht oder verlagert, Fragen der Akzeptanz genauso ausgeblendet wie die Kosten und Risiken der Umstrukturierung; und am Ende sind bisher gesunde Krankenhäuser schwer krank oder tot.
Für unsere Krankenhäuser
kämpfen wir konsequent weiter.
Wir – die Christdemokraten in Soltau – lassen uns nicht einschüchtern und nicht entmutigen. Wir setzen unsere Sachpolitik für zwei gleichwertige, kommunale Krankenhäuser fort.
Es geht um viel: um eine wohnortnahe medizinische Versorgung für jedes Alter und damit um die Lebensqualität, Attraktivität und Familienfreundlichkeit der ganzen Region.
Wir fordern:
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die Beantwortung der vielen offenen Fragen und transparente Strukturentscheidungen;
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eine neue Geschäftsführung, die im Dialog mit den Mitarbeitern und der Öffentlichkeit steht und keine einseitigen Ziele verfolgt;
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ein Programm zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern;
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die Gründung eines Patientenrates;
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keine Schließung von erfolgreichen und wichtigen Abteilungen wie Geburtshilfe und Gynäkologie;
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den Erhalt oder die Entwicklung von medizinischen Leistungen für Kinder und Jugendliche in Soltau;
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keine Spezialisierung auf Kosten der Grund- und Regelversorgung;
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die schnelle Sanierung von hochdefizitären Bereichen.



